Gutes vom Dinkelberg

Adelhausen

Geschichte

Adelhausen

In Silber ein rotgezunger und –bewehrter schwarzer Doppeladler mit silbernem Brustschild, darin der schwarze Buchstabe A. Das Wappen wurde auf Vorschlag von Erzbischof Dr. Karl Fritz übernommen. Die Gemeinde hat das Wappen in dieser Form 1900 auf Vorschlag des Generallandesarchiv Karlsruhe angenommen.

Das Dorf liegt auf der Hochfläche des Dinkelberges, von wo man einen wunderbaren Ausblick auf den Schwarzwald und die Schweizer Berge besitzt.

Adelhausen wird erstmals 1192 in kopialer Überlieferung erwähnt. Ähnlich zu datieren sind auch die beiden anderen Ortsteile Rappersweier (1399), das inzwischen im Dorf selbst aufgegangen ist, und das etwas jüngere Ottwangen (1318). Die Ortsnamen gehen auf Personennamen zurück und gehören nach ihrer Bildung in die späte Merowingerzeit, 7. Jh. n. Chr..  1819 wurden dort Steinplattengräber aus dieser Zeit entdeckt. Gesichert sind auch römische Funde aus dem 1. Jh. n. Chr., die zu den ältesten Siedlungszeugnissen des Dinkelbergs gehören. Zur Römerzeit bestand eine Verkehrsverbindung von Wyhlen über den Dinkelberg ins Wiesental, woran noch heute die „Römerstraße“ im Ottwanger Wald erinnert. Adelhausen gehörte zur Herrschaft Rheinfelden und teilte deren Geschichte. Das Dorfwappen mit dem österreichischen Doppeladler erinnert noch heute an die vorderösterreichische Kameralherrschaft Rheinfelden und deren Zugehörigkeit zur Landschaft Rheintal. 1806 kam Adelhausen zum Großherzogtum Baden. Bis Ende des 18. Jahrhunderts hatten Adelhausen und Eichsel eine gemeinsame Gemeindeverwaltung. Dann erhielt das Dorf einen eigenen Gemeindevorstand, der jedoch dem Vogt von Eichsel unterstand. Auch kirchlich war Adelhausen stets mit Eichsel verbunden. Die Einwohner ernährten sich früher von Feld- und Obstbau sowie Viehzucht und Holzarbeit. Heute ist das Dorf im Wandel zu einer Auspendler- und Wohngemeinde begriffen. Adelhausen ist der Geburtsort von Erzbischof Dr. Carl Fritz (1864-1931).

Leben heute

Adelhausen

Lage und Größe: 459 m NN; Fläche: 713 ha
Einwohnerzahl: 751
Eingemeindung: 1974

Sehenswürdigkeiten:
Biotop im Gewann "Erle"
Gepflegte Wanderwege mit Aussicht in den Südschwarzwald und Schweizer Jura