Gutes vom Dinkelberg

Nordschwaben

Geschichte

Nordschwaben

Der Stadtteil Nordschwaben hat eine Gemarkungsgröße von 345 ha. Hiervon sind 135 ha Wald und 210 ha Feld. Der Gemeindewald hat eine Größe von 62 ha und der Privatwald 73 ha. Nordschwaben hat ca. 4 ha Naturschutzflächen und verschiedene erhaltungswürdige Landschaftsteile wie Feuchtflächen, Biotope, Dolinen und Halbtrockenwiesen.

Das Gemeindewappen beinhaltet mit der Tanne die ehemalige Zugehörigkeit zur Grafschaft Hauenstein und die anspringenden Löwen mit dem geteilten Schwanz zeugen von der ehemaligen Zugehörigkeit zu Vorderösterreich.

Das Rathaus Nordschwaben liegt 471 m über dem Meeresspiegel. Nordschwaben hat 325 Einwohner mit Hauptsitz und 17 Einwohner mit Nebenwohnsitz.

Auf dem gewellten Höhenrücken des Dinkelbergs liegt in 473 m Höhe ü.d.M. das Dorf Nordschwaben. Über dem Dorf erhebt sich die Hohe Flum, mit 535 m die höchste Erhebung des Dinkelberggebietes, die einen weiten Blick über das Rheintal, den Schweizer Jura bis zu den Alpen gewährt. Nordschwaben weist ein geschlossenes Dorfbild auf, umringt von einem schönen Streuobstgürtel.

Die Straße zum Nachbarort Minseln erschließt das Dorf verkehrsmäßig  nach dem Rheintal zu in Richtung Rheinfelden, eine Straße zweigt gegen Norden nach Wiechs Schopfheim und eine weitere Ortsverbindungstraße nach Dossenbach ab.

In der Gegend von Nordschwaben befinden sich besonders viele, die Karstlandschaft des Dinkelberges kennzeichnende  Dolinen. Eine der mächtigsten unter ihnen ist das südlich des Dorfes im „Baselwald“ gelegene „Teufelsloch“: ein tiefer Trichter, der sich unten in eine Höhle ausweitet, von welcher ein bis jetzt noch unerforschter Gang mit Tropfsteingebilden weiterführt.

Einige hundert Meter südöstlich des Dorfes liegt in auffallend abseitiger Lage, der Friedhof mit der alten, sehr bemerkenswerten Mauritiuskapelle, deren Größe einer mittelalterlichen Dorfkirche entspricht. Dem im Jahre 1733 neu erbauten einfachen Langhaus steht der gedrungene, noch aus dem Spätmittelalter stammende Westturm mit Satteldach vor. Der gotische Chor aus dem 15. Jahrhundert enthält Wandfresken, die um 1500 entstanden sind. Sie wurden anlässlich einer Restauration im Jahr 1940 freigelegt. Eine gründliche Renovierung hat die schöne, die Dorflandschaft belebende Mauritius-Kapelle im Jahre 1956 erfahren, wozu Gemeinde, Kreis und staatliche Denkmalpflege die Mittel beisteuerten.

Nordschwaben war bis 1974 eine selbständige Gemeinde mit einem eigenen Bürgermeister. Im Zuge der Gemeindereform stand Nordschwaben vor der Wahl, sich für Schopfheim oder Rheinfelden zu entscheiden. Schlussendlich wurde Nordschwaben am 4. Februar 1974 mit einem Eingemeindungsvertrag  Rheinfelden zugeordnet. Zu diesem Zeitpunkt wandelte sich das Amt des Bürgermeisters in das des Ortsvorstehers um und der Gemeinderat wurde zum Ortschaftsrat. Neugewählt wurde ein Stadtrat, welcher die Belange unserer Gemeinde gegenüber der Stadt Rheinfelden vertritt.

Über die Jahre hinweg konnten nach und nach viele größer Maßnahmen verwirklicht werden: z.B. die gesamte Kanalisation im Ort, Staßen und Gehwegbau, Hallenerweiterung mit Schützenstand, Flurbereinigung und der Neubau des Feuerwehrgerätehauses.

Trotz der Modernisierung und Entwicklung des Dorfes konnte der ländliche Charakter zumeist bewahrt werden. Eine wichtige Rolle spielt hierbei auch das Vereinsleben im Dorf. Wir haben fünf sehr im Dorfleben engagierte Vereine. Wobei unsere Freiwillige Feuerwehr nicht nur zu unserem Schutze da ist, sondern sich ebenfalls überall beteiligt.

Leben heute

Gesangverein 1868 e.V. Nordschwaben
Turnverein 1983 e.V. Nordschwaben
Schützenverein 1968 e.V. Nordschwaben
Teufelslochschradde Nordschwaben e.V. 1996
Landfrauenverein Dinkelberg- Ortsgruppe Nordschwaben

Bei all diesen Vereinen und auch auf privater Ebene unter Mithilfe engagierter Bürger und Einwohner werden viele ortstypischen Maßnahmen hergerichtet, erbaut und erhalten wie z.B. Niggitalbrunnen (erster laufender Brunnen im Ort), Bildstock bei der Mauritiuskapelle, Feldkreuze und Ruhebänke sowie öffentliche Plätze.

Auch beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden- unser Dorf hat Zukunft“ erzielte die Gemeinde viel Erfolg und mehrere Preise, die unter anderem auch auf die sehr gute Dorfgemeinschaft zurückzuführen sind.

Wollen sie mehr über unser Dorf erfahren, kommen Sie einfach zu uns, in unseren liebens- und wohnenswerten Ort. Sie können zu Fuß wandern, per Fahrrad oder mit der Kutsche unseren Ort erforschen.